Wie entsteht Glaubhaftigkeit?

Dem anderen glauben was er sagt. Sagen was man glaubt.
Wenn jemand etwas sagt, erhebt er laut Habermas drei Geltungsansprüche:
1. Was ich sage ist wahr.
2. Was ich sage ist richtig.
3. Was ich sage ist wahrhaftig.

Beispiel:
„Wie heißt dein Hund?“ als Frage beinhaltet demnach folgende Aspekte:
1. Ich bin davon überzeugt, dass du in der Lage bist mir die Antwort zu geben (Wahrheit).
2. Ich gehe davon aus, dich fragen zu dürfen, wie dein Hund heißt, dich ansprechen zu dürfen, ohne gegen ein
soziales oder moralisches Gesetz zu verstoßen (Richtigkeit),
3. Ich meine was ich sage, wenn ich gerne wissen will, wie dein Hund heißt. Ich weiß es nämlich tatsächlich
nicht und es geht mir darum, diese Information in Erfahrung zu bringen (Wahrhaftigkeit).

Angenommen, mein Gesprächspartner weist meine Geltungsansprüche zurück, dann könnten wir ein Gespräch über unser Gespräch führen, quasi ein Metagespräch. Und das, meine lieben Freunde der Kultur- und Sozialwissenschaft, das ist neben Foucault die zweite (meines Erachtens) relevante Definition davon, was ein Diskurs ist. Dieses Gespräch über Anspruch und Akzeptanz. Über Jürgen Habermas in Bongaerts (2012): Sinn, S. 49.

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